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    Ich will so bleiben wie ich bin!

    Wer kennt den Spruch nicht und der leise Refrain „du darfst“, welcher im Hintergrund von Frauen gehaucht wird? Die Werbung für die Deutsche Lebensmittel Marke „Du Darfst“, ist mir irgendwie für immer im Kopf hängen geblieben.

    Was bedeutete „Du Darfst“ im Zusammenhang mit Essen und wie weit war ich bereit, subtile Verbote zu akzeptieren? Nun ja, ich muss nicht lügen. Noch heute geniesse ich Süssigkeiten und Kalorienbomben NIE und damit meine ich WIRKLICH NIE vorbehaltslos.

    Kein einziges mal denke ich dabei nicht an die Figur und wo der Cheescake jetzt genau hängen bleiben wird. Und das krasse ist, viele meiner Freundinnen, egal welchen Alters und mit welcher Bildung geben zu, unter demselben Spielverderber-Syndrom zu leiden.

    Tatsache ist: dünn sein kann einfach nicht jede. Es ist entweder „glückliche“ Fügung, dass man essen kann was man will ohne zuzunehmen, oder aber – und dies ganz sicher viel öfters, Tortur und Beherrschung.

    Klar geht es mit regelmässigem Sport besser, sein Gewicht unter Kontrolle zu halten. Aber wenn man viel arbeitet, noch Haushalt und Kinder schmeisst, wird auch der Sport und die dazu bedingte Zeit zum Spiessroutenlauf. Was kann man also tun?

    Ich sag’s euch:

    Stellt euch vor den Spiegel, füdliblutt. Schaut euch an und sucht nicht nach euren Makel. Seht euren Körper, der im glücklichsten Falle gesund ist – und zwar egal, welche Form er hat. Probiert das einfach mal.

    Und dann schaut euch Iskra Lawrence an. Ok, sie ist erst 25 und das Gewebe dementsprechend fesch. Aber die Frau ist ne Bombe! Sie hat ihre eigene Fashion Webseite und arbeitet auch als Model. Ihr Motto? Keine Foto-Retusche!

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    Sie sagt: „Je älter ich wurde, desto grösser wurde der Wunsch in mir, mich so zu zeigen und zu lieben wie ich bin. Und nicht für das, was die Bild-Bearbeitungsprogramme aus mir machen. Damit kann ich mich nicht identifizieren“.

    Eine vitale, sportliche Frau, die nicht dünn ist. Das pure Gegenteil also von all den verlogenen Kampagnen,  wo Links mit Bilderstrecken von stark übergewichtigen Frauen geteilt werden, die sich als angebliches Zeichen gegen den Magerwahn mit Bikini Bildern ins Netz stellen, was das Zeug hält. Dazu folgt der Slogan: „Wow, diese Frauen haben Mut“ – womit der Widerspruch in sich untermauert wird, dass eine dicke Frau im Bikini mutig sein soll, weil sie a) einen Bikini anzieht und b) sich nicht versteckt.

    Dann folgen die obligaten Posen und Bilder von Frauen, die bei weitem nicht als kurvig sondern als fettleibig bezeichnet werden dürften. Natürlich wird dann heuchlerisch geliked, was das Zeug hält und oft noch mit idiotischen Kommentaren versehen, wie beispielsweise: „Männer stehen auf richtige Frauen“ etc. etc.

    Das ist doch gequirlte Scheisse. Die Tatsache, dass ein imaginärer Wettkampf zwischen dünnen und dicken Frauen heraufbeschworen wird und in  „Fett ist besser als Dünn“ gipfelt.

    Es ist durchaus löblich, gegen den Magerwahn zu kämpfen, aber die Lösung kann nicht sein, eins gegen das Andere auszuspielen.

    Tatsächlich gibt es auch Frauen, die genauso wie die dickeren, unter ihrem unfreiwilligen Dünn sein leiden und gerne mehr Speck auf den Knochen hätten.

    Also, es kann nicht jede Frau dünn sein – und das ist auch verdammt gut so! Iskra Lawrence ist die Wucht und das strahlt sie auch aus, weil jeder sieht, diese Frau will tatsächlich so bleiben wie sie ist, weil sie grossartig ist!

    Seid grossartig, macht ein bisschen Sport, cremt euch gut ein und haltet euch allgemein fit! Dünn sein macht nicht glücklich. Zufrieden sein macht glücklich!

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